Holger Kühne – Entwicklungsingenieur bei der Bosch Siemens Hausgeräte GmbH in Berlin

„Hey, ich bin Holger und habe Elektrotechnik studiert.

Nach dem Studium…
wollte ich unbedingt Entwickler werden und Produkte mitgestalten.

Steckbrief Holger Kühne

© Hochschule Stralsund

Jetzt arbeite ich …
als Entwicklungsingenieur für Embedded Software bei der BSH Hausgeräte GmbH in Berlin und bin als Software Projektleiter für das Leistungssteuergerät der Wäschetrocknerplattform der Marken Bosch und Siemens verantwortlich. Die Möglichkeit weiter auch selbst Software entwickeln zu können, war ein wichtiger Entscheidungsgrund für meine jetzige Firma. Beides unter einen Hut zu bekommen ist allerdings auch eine Herausforderung. Auf dem Bild ist der erste Trockner zu sehen, an dem ich mit einer größeren SW Aufgabe beteiligt war und der heute in Serie ist.

Meine berufliche Entwicklung…
hat sich zum Teil einfach so ergeben und war nicht immer so geplant. Im Nachhinein sieht sie aber ganz plausibel aus. Bei meinem ersten Arbeitgeber dSPACE habe ich sehr viel gelernt und in einem technisch sehr anspruchsvollen Team und Umfeld gearbeitet. Bei Webasto hat sich die Möglichkeit ergeben, ein Steuergerät im Bereich der regenerativen Energien komplett neu entwickeln zu können. Bei der BSH sind Komplexität und Verantwortung am Größten. Die Arbeitgeberwechsel waren nicht alle gewollt.  Die Erfahrung einen neuen Job suchen zu müssen, war auch schon dabei. Bis jetzt war jeder Arbeitgeber auch ein bisschen anders, aber mein Gesamtfazit war immer positiv.

Der Übergang vom Studium in die Berufswelt war…
komplett frei. Ich hatte die Auswahl im Praxissemester und bei der Diplomarbeit quasi gänzlich selbst in der Hand. Der Berufseinstieg als Ingenieur bietet vielfältige Optionen. Mit wachsender Berufserfahrung und entsprechenden Referenzen war es zusehends leicht auf dem Arbeitsmarkt.

Meine Freunde aus dem Studium arbeiten jetzt…
an verschiedenen Orten im In- und Ausland. Mit einem Maschinenbau Absolvent aus Stralsund, den ich vom Studium allerdings gar nicht kannte, arbeite ich jetzt sogar eng zusammen bei der BSH in Berlin bei der Erstellung von Schleuderabläufen in Waschmaschinen und deren SW technischer Umsetzung.

Wenn ich auf das Studium zurückblicke, …
kann ich mich noch sehr gut und gerne an viele Professoren, Mitarbeiter und Kommilitonen erinnern. An Seminare mit Pointen, an die Tafel geschrieben mit goldener Kreide… An einen Professor, der immer leiser wurde, je lauter es im Hörsaal war. An Mathevorlesungen im Grundstudium, die gezeigt haben, dass Mathe zwar fordernd ist, aber auch viel Spaß machen kann. Praxisnahe Inhalte beim Studium, wie FPGA Design und C Programmierung, haben mir beim ersten Arbeitgeber sehr geholfen und waren zu meiner Studienzeit im Vergleich mit anderen Hochschulen durchaus nicht überall üblich.

Mein Tipp für Studieninteressierte und Studenten ist, …
von Anfang an am Ball bleiben im Studium. Wenn man nichts nachholen muss, hat man am Ende und in Summe sicher mehr Zeit, auch für andere Dinge. Zum Beispiel Schach spielen bei der FHSG direkt auf dem Campus. Oder auch Basketball. Für mich war das Wohnen in Holzhausen optimal, kurze Wege und dazu mitten im Studentenleben.“

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